Essen ist sehr viel anders, als wir es von Deutschland gewohnt sind. Die meisten Mahlzeiten sind scharf, obwohl es auch einige 'normale' Gerichte gibt. In Korea gibt es mehr Sachen aus dem Meer zu essen, so zum Beispiel Tintenfisch, diverse Sorten von Algen und natürlich Fische. Grundnahrungsmittel in Korea ist Reis, es gibt Reis zum Frühstuck, zum Mittagessen und auch abends gibt's Reis. Hört sich ziemlich eintönig an, ist aber gar nicht so schlimm.... Am Anfang meiner 3 Monate in Korea hatte ich auch einige Schwierigkeiten, mich an das warme Essen morgens zu gewöhnen, aber nach einer Weile ging's ganz prima.
Den Reis und die Suppe, die es meistens dazu gibt, ist man mit dem Löffel, den Rest - die diversen Beilagen und das Fleisch - mit den Eß-Stäbchen. Die richtig zu handhaben will auch gelernt sein. Die Beilagen sind zumeist sehr zahlreich vorhanden und in kleinen Schüsseln auf dem Tisch verteilt. Aus den Beilagen-Schüsseln bedienen sich alle mit Hilfe der Stäbchen, nur für den Reis und die Suppe hat jeder sein eigenes Schälchen. Die wichtigste Beilage ist Kimchi (sprich: Gim-tschi) - sauer eingelegter Chinakohl. Es gibt Kimchi aber auch als Gurken-kimchi, Rettich-kimchi, ...
Bei einigen Mahlzeiten wird das Essen direkt auf dem Tisch zubereitet. Auf einem Gas-betriebenen Tisch-Ofen (so was sieht man auch manchmal hier als Camping-Artikel, natürlich Made in Korea) wird das vorbereitete Fleisch gegrillt. Eine sehr zu empfehlende Art davon ist Bulgogi, eingelegter Tintenfisch (Otsingo-bulgogi ist mein Lieblingsessen!) oder Fleisch.
Am besten (und billigsten) bewegt man sich in Korea mit dem Bus, über längere Strecken mit dem Zug. Die Busse sind schnell und pünktlich, was wohl auch daran liegt, dass es auf den Autobahnen und in den Städten extra Bus-Spuren gibt. In die Busse steigt man vorne ein, schmeißt sein Geld (Preis unterschiedlich von Stadt zu Stadt, um die 500 Won) in den Kasten und aussteigen - wenn man die manchmal abrupten Manöver des Fahrers überlebt hat - tut man hinten. Auch Taxis sind relativ preiswert. In Seoul ist natürlich die U-Bahn das Fortbewegungsmittel Nummer eins, sie ist schnell, steht nie im Stau, fährt an alle wichtigen Stellen und ist billig, weswegen sie auch oft überfüllt ist.
Wenn man als Fußgänger unterwegs ist, sollte man auf die Autos Rücksicht nehmen, wenn man gesund bleiben will. Die Straße nur kurze Zeit nachdem die Fußgängerampel auf Grün geschaltet hat, überqueren, weil die Autos normalerweise nicht warten, bis ihre Ampel grün ist, sondern vorher schon losfahren. Meistens stehen sie sowieso halb auf dem Fußgängerüberweg oder auf der Kreuzung. Und schnell gefahren wird natürlich auch, kaum jemand hält sich an die 50 km/h. Aber das ist ja hierzulande nicht anders.
Der Popchusa-Tempel befindet sich mitten in einem Naturschutzgebiet, dem "Mt. Songnisan National Park". Die Buddah-Statue ist ca. 30 Meter hoch und aus Bronze. Der Tempel besteht seit 553. Er befindet sich nordöstlich von Taejon ziemlich in der Mitte Koreas. Das "sa" am Ende von Popchusa (auch bei Bulguksa und vielen anderen) bedeutet "Tempel", popchusa-Tempel ist also eigentlich doppelt gemoppelt. Genauso ist es mit "san", was "Berg" heißt. "Mt. Songnisan" ist übersetzt "Berg Songniberg" - eigentümlich, aber gebräuchlich. Tempel bestehen aus mehreren Gebäuden, die verschiedenen Zwecken dienen, wobei ich da auch nicht so den Durchblick habe. Es gibt Gebäude, in denen Buddah-Figuren stehen, andere in denen man Mönche beim Studium sieht, dann gibt es ein "Gebäude" mit einer Glocke (eigentlich kein Gebäude, sondern nur ein Dach mit 4 Pfosten) und Wohngebäude für die Mönche. In die Hallen mit den Buddah-Statuen gehen viele Gläubige und beten und verbeugen sich vor Buddah. Oft kann man auch Dachziegeln "kaufen". Man gibt eine Spende für den Tempel und darf im Gegenzug seinen Namen auf eine Dachziegel schreiben, die dann später auf einem Tempeldach verwendet wird.
An den Wegen zu den Tempeln sieht man oft Steinhaufen wie diesen. Da die Tempel meistens auf den Bergen mitten im Wald sind, muß man vom Parkplatz noch eine Weile laufen. Wenn man "aufgestapelte" Steine wie diese hier sieht, kann man auch einen Stein vom Weg auflesen und oben drauf legen. Wenn er liegen bleibt, wird man Glück haben, wenn er herunterfällt und vieleicht sogar noch einige andere mitnimmt, wird man in Zukunft Pech haben. Sagt man.
Sehr oft findet man in Tempeln auch Brunnen, die mit Quellwasser gespeist werden. Auf dem Brunnenrand oder in der Nähe liegen Schöpfkellen, mit denen man Wasser herausschöpfen und trinken kann - was viele Leute tun und auch ich mehrfach getan habe. Dem Wasser werden oft heilsame Kräfte nachgesagt, krank bin ich jedenfalls nicht davon geworden.
Traditionelle koreanische Dächer haben hauptsächlich zwei Sorten von Ziegeln, eine Sorte mit der Rundung nach unten und eine Sorte mit der Rundung nach oben, immer abwechselnd nebeneinander. Auch darin spiegelt sich das Ying und Yang wieder, wie in so vielen anderen Sachen. Die Balken, die das Dach tragen, sind mit traditionellen Farben bemalt. Diese Farben findet man nur an Tempeln und königlichen Gebäuden (wie auf dem Bild im Changgyonggung-Palast in Seoul), "normalen" Leuten war es nicht erlaubt, ihre Dachbalken anzumalen. Arme Leute hatten meist auch nur ein mit Stroh gedecktes Dach. Noch etwas zu den Palästen: In Europa sind diese meistens riesige Gebäude mit mehreren Nebenflügeln und diversen Nebengebäuden. Paläste in Korea bestehen aus mehreren Gebäuden, meistens (vielleicht immer?) nur eingeschossig und relativ überschaubar. Es gibt für jeden Zweck ein Extra-Gebäude. Das Thron-Haus, das Haus des Königs, der Königin, eine Bibliothek usw. Das Palast-Areal ist mit einer Mauer umgeben und es kann durch ziemlich große Tore betreten werden.
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